University of Applied Sciences

In ihrem Workshop stellte Elke Postler (Performanceartist und Grafikdesignerin) einige Grundlagen des BUTOH-Tanzes vor. Der japanische Ausdruckstanz entwickelte sich in den 50er Jahren und prägte einen ganz eigenen Stil. Die Teilnehmer*innen gingen gemeinsam auf Entdeckung und tanzten und probierten aus.

Im Butohtanz wird viel mit Imagination gearbeitet und von Naturphänomenen ausgegangen. Diese Herangehensweise war den Studierenden neu und ungewohnt. Von Anfang an waren alle ganz wach dabei. Wir arbeiteten mit Vorstellungen aus der Natur: z.B. Wasser, Welle, Vulkanlava, Metamorphose. Wie lässt sich die Welt körperlich erspüren und nicht nur verstandesmäßig erfahren. Entschleunigung, Körperresonanz und fließende Bewegungen wurden getanzt. Es gab Zeit zum Improvisieren und sich gegenseitig zuzuschauen sowie Übungen in der großen Gruppe, so dass ein großer bewegter Körper entstand.

Die Studierenden brachten einen Gegenstand aus der Natur mit in den Übungsraum zur Inspiration. Am nächsten Tag gingen wir zu den Fundorten und dort wurde eine Geste gezeigt. In den Malheften entstanden wunderbare Bilder. Die Kombination von Tanzen und Malen ergab eine weitere kreative Ebene, konzentrierte Stille im Raum. Erfahrenes wurde gemalt und dabei intuitives Wissen gestärkt. Danach war Zeit für Austausch möglich.

Den Ablauf für die Präsentation und die feine Bemalung im Gesicht entwickelten die Studierenden selbst. Für die Workshopleiterin Elke Postler war überraschend, wieviel in den drei Tagen von allen aufgenommen wurde. Frau Postler hat das Einbringen jede*r Einzelnen erfreut und berührt. Sie hofft, dass sie den Studierenden viel Input und Freude an der eigenen Kreativität mitgeben konnte.