University of Applied Sciences

Am 19.11.2020 fand im Rahmen der Internationalen Woche am Fachbereich 4 der Frankfurt University of Applied Sciences die zweite Tagung der Fachgruppe „Internationale Soziale Arbeit“ der DGSA statt. Rund 150 Wissenschaftler*innen sowie Studierende der Sozialen Arbeit kamen – überwiegend virtuell – zusammen, um sich über den aktuellen Stand der Internationalisierung der Sozialen Arbeit auszutauschen. In verschiedenen Vorträgen wurden Kooperationen mit Sozialarbeitsinitiativen in Indien, dem Irak, Lateinamerika und afrikanischen Ländern vorgestellt. Einen bedeutenden Zusammenhang der Sozialen Arbeit mit dem Klimaschutz stellte der Vortrag zu „Greening Social Work“ her. Prof. Dr. Kiewitt von der Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam befasste sich in seinem Vortrag mit Indigenen Perspektiven auf Soziale Arbeit und arbeitete die Notwendigkeit einer Dekolonisierung Sozialer Arbeit heraus. Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass internationale Perspektiven, globale Krisen und ökosoziale Themen in Studiengängen der Sozialen Arbeit in Deutschland unterrepräsentiert sind. Eine solche Auseinandersetzung ist jedoch für einen weltweiten Wandel dringend erforderlich. Es wurde verdeutlicht, dass sich die heutige deutsche Soziale Arbeit, auch deren Ausbildungscurricula, noch immer innerhalb der Grenzen kolonialer Denkstrukturen bewegt. So betrifft die Notwendigkeit der Dekolonisierung auch die hiesigen Curricula, wie Prof. Dr. Kleibl darlegte.

Zum Ende der Tagung wurde die FG-Sprecherin, Prof. Dr. Ute Straub, in den „Fachgruppen-Ruhestand“ verabschiedet. Neue Sprecherinnen sind Prof. Dr. Tanja Kleibl (Hochschule Würzburg-Schweinfurt) und Prof. Dr. Monika Pfaller-Rott (Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt).