University of Applied Sciences

Wir hatten die Möglichkeit in unserem 2. Trimester die ersten Grundkenntnisse im Hatha Yoga zu sammeln.

Hatha Yoga beinhaltet Yoga Stellungen, welche alle Muskeln des Körpers dehnen und stärken, alle Organe massieren und den Blutkreislauf harmonisieren sollen. Darüber hinaus soll es die Energiezentren im Körper aktivieren.

Die Yoga-Übungen (Asanas) werden immer mit Unterstützung der Atmung durchgeführt. Durch das bewusste Ein- und Ausatmen ist man fokussiert und kann die Muskelentspannung, die wichtig für das Dehnen ist, fördern.

Wir fingen unseren Kurs immer mit einer Begrüßungsrunde, einer gemeinsamen Einstimmungsphase, an. Danach folgte der Sonnengruß, der meist aus 12 Asanas besteht und den Körper aufwärmt und aktiviert. Im Anschluss daran gab uns Frau Rothaug oft die Möglichkeit uns selbst einzubringen, in dem wir z.B. Bestandteile aus dem Acroyoga kennen lernen konnten oder brachte weitere Informationen mit z.B. zu den einzelnen Chakren oder der Wechselatmung. Letztere öffnet die Atemwege und soll bei Heuschnupfen und Asthma helfen, sowie bei Erkältungen vorbeugen.

Beendet wurde das Seminar mit einer Entspannungsphase, in der wir nachspüren sollten, ob sich etwas verändert hat, vom Körpergefühl oder auch Emotionen. Das Ganze wurde passend mit Musik oder Klang- und Duftstäbchen begleitet/unterstrichen.

Das erste Yoga Seminar bildete die Grundlage für das Kinder-Yoga Seminar. Diesmal wurden wir zu den Yoga-Lehrern und konnten vieles mitnehmen aus den Einheiten für unsere Praxisstellen im Kindergarten.

In Gruppe aufgeteilt, hatten wir die Gelegenheit eine kleine Unterrichtseinheit vorzubereiten. Ziel war es, sich sowohl mit der Wirkungsvielfalt der Asanas auseinander zu setzen und diese in spielerischer Form umzusetzen.

Wir nahmen uns alle auf großartige Entdeckungsreisen mit. So waren wir bspw. im Zirkus, haben Yoga mit der Yogakatze „Brezel“ gemacht, wurden in einem Heißluftballon mitgenommen und haben die Märchenwelt besucht. Dabei folgten die Reisen immer dem gleichen Schema.

Eingeleitet wurden alle Geschichten mit einer gestalteten Mitte. Diese lädt groß und vor allem klein ein, sich auf die Reisen gedanklich und optisch einzustimmen. Fantasien werden angeregt. Wir lernten im Anschluss alle, durch Kennenlern- oder Bewegungsspiele, neue Asanas kennen, die anschließend in Bewegungsabläufe umgesetzt wurden.

Vor allem für Kinder ist es wichtig, dass die Asanas mit dem Lehrer erlebt werden, da Kinder über das Nachahmen lernen. Dabei gilt, sollten Fehler auftreten, diese nicht sofort zu korrigieren, sondern erst eine vertrauensvolle Basis zu schaffen, damit kein Spaßverlust droht.

Nach der Entdeckung neuer Bewegungen sollte es unbedingt eine Entspannungsphase geben. Diese kann ganz unterschiedlich aussehen. Kinder zum Abschluss malen zu lassen, gibt ihnen die Möglichkeit das Erlebte zu verarbeiten, ihren Gedanken Ausdruck zu verleihen. Oder auch die Kuscheltiere auf der Atembewegung Wellen reiten zu lassen, ermöglicht eine bewusstere und ruhiger Atmung.

Unsere Highlights des Seminars, waren die Nilpferdmassage und Kuchen backen. Beide beinhalten eine Massage. Durch die Verbildlichung haben Alle besonderen Spaß an den Massagen. Natürlich unter der Prämisse, dass vorab gefragt wurde, ob es erwünscht ist! Bei uns war es in jedem Fall so und wir waren, nach dem erfolgreichen abbürsten unserer Nilpferdhaut oder dem fertig gebacken werden, tiefenentspannt und haben oben drein gute Laune.

Das Kinder-Yoga Seminar bot die Möglichkeit vorher Gekanntes in eine neue Idee einzubringen und zu erweitern. Ich nutze diese Gelegenheit auch weiterhin gern in meiner Praxisstelle und muss feststellen, dass die Kinder solche Reisen immer mit großer Freude aufnehmen!

Danke an Gabi Rothaug und an meine Kommilitonen*innen, die jede Yogastunde zu einem tollen und unvergesslichen Erlebnis gemacht haben!

 

 

von Jana Raatz, 2. Studienjahr
„Bewegungspädagogik und Tanz in Sozialer Arbeit“