University of Applied Sciences

Lars Distelhorst, Professor für Sozialwissenschaften der FHCHP, präsentiert seine aktuelle Veröffentlichung

„Kritik des Postfaktischen – Der Kapitalismus und seine Spätfolgen“

im Gespräch mit Tilmann Allert der Leipziger Buchmesse:

Am 21. März in der Zeit zwischen 13.30 Uhr und 14 Uhr am Stand E201 in der Forum Sachbuch Halle 3

 

Kritik des Postfaktischen – Der Kapitalismus und seine Spätfolgen, erschienen im Fink Verlag
Allerorten wird über Postfaktizität geklagt. Politische Werte weichen dem Schüren von Ressentiments und der Manipulation von Gefühlen. Fake News, alternative Fakten oder Faktenchecks finden als letzte Rettung immer mehr gläubige Anhänger. Wie können wir dem Postfaktischen begegnen, das inzwischen sogar als geopolitische Strategie – ausgehend von Trump, Orban & Co – erfolgreich Demokratie und Rechtsstaatlichkeit auszuhöhlen droht?

Wir müssen das Phänomen systematisch unter die Lupe nehmen. Lars Distelhorst zufolge wurzelt das Postfaktische in der fortschreitenden kapitalistischen Ökonomisierung der Gesellschaft, in deren Folge Sinn‐ und Bedeutungsverhältnisse sich zusehends auflösen. Können Affen, die Pfeile auf den Finanzteil einer Zeitung werfen, ein ebenso gutes Aktienportfolio erzielen wie Investmentbanker? Ergibt es ernsthaft Sinn, über alternative Fakten nachzudenken? Oder ist es an der Zeit, grundlegend zu diskutieren, ob die heutige Gesellschaft noch eine Perspektive für die Zukunft darstellt?