University of Applied Sciences

November 2017/„Ich habe mich verliebt“, bekannte Moderator Christian Matthée am Ende der Abschlussveranstaltung des 3. Brandenburger Kongresses der Jugendarbeit, der am 9. und 10. November in der Fachhochschule Potsdam stattfand.

 

Nicht nur er, das gesamte Publikum hatte sich verliebt in die FHCHP-Studierenden, die mit ihrer Musik, ihren Bewegungen und Worten den kulturellen Abschluss des zweitägigen Kongresses gestalteten und damit das Motto des Kongresses – „Auftrag Jugendarbeit: politisch!? integrativ!? demokratisch!?“ – auf die Bühne bzw. in den großen Hörsaal brachten.

„Lehnen Sie sich zurück, lassen Sie sich verzaubern und genießen Sie“, so hatte Suse Weisse, künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FHCHP, die durch das Programm führte, das Publikum begrüßt und damit nicht zu viel versprochen.

Die Studierenden Julia Mader, Anna Maria Brätz, Sofie Schön und Willi Kruse heizten dem Publikum nicht nur mit Songs wie „Jolene“ und „Me and Bobby McGee“ ein, sondern präsentierten mit zwei Teilnehmerinnen des Gesangsprojektes aus dem Lindenpark (Anna Maria Brätz) auch Erfolge ihrer musikalischen Arbeit mit Jugendlichen. Iman Kühn – Studierende im Studiengang „Sprache und Sprachförderung in Sozialer Arbeit“ – las zwei ihrer Texte und setzte sich in einem der beiden in gewohnt nachdenklich-tiefsinniger Weise mit der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein auseinander. Hiermit überraschte sie manche(n) Jugendarbeiter(in) im Publikum mit einer neuen Sicht auf einen eigentlich bekannten Ort der außerschulischen politischen Bildung.

Mit „Glutenfrei leben im Südsudan“ nahmen Anna Fricke und Manuela Betz in satirischer Weise unser Konsumverhalten aufs Korn und setzten damit ein politisches Statement, welches vom Fachpublikum mit begeistertem Applaus kommentiert wurde.

Die Studierenden des Studiengangs „Bewegungspädagogik und Tanz in Sozialer Arbeit“, Josephine Körner, Franziska Becker und Janine Dittmeyer beeindruckten mit einer Mischung aus Tanz, Bewegung und Akrobatik und nicht zuletzt mit einer Botschaft, die nach und nach an der Tafel des großen Hörsaals zu lesen war: „Grenzen gemeinsam überwinden“. Mit diesem Satz fand ein bereichernder Kongress mit rund 500 Teilnehmer(inne)n seinen Abschluss, der am Vortag mit Grußworten des Oberbürgermeisters Jann Jakobs und der Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Britta Ernst, eröffnet worden war. Dazwischen lagen 50 Fachforen, Vorträge, Workshops und Projektpräsentationen, eine After-Work-Party und eine Fachmesse („Markt der Möglichkeiten“), auf der die FHCHP ebenfalls mit einem Stand vertreten war.

Im Rahmen des Workshop-Programms gestalteten Prof. Dr. Christiane Gerischer, Prof. Dr. Marion Klein und Julia Mader gemeinsam die Projektpräsentation „Neue Wege in der Jugendarbeit – Das Modellprojekt an der Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam“. In dieser wurde nicht nur das Studienkonzept unter besonderer Berücksichtigung des Studienangebotes im Bereich der Jugendarbeit und Jugendhilfe vorgestellt, vielmehr konnten sich die interessierten Teilnehmer(innen) anhand des Best-Practice-Beispiels von Julia Mader davon überzeugen, was dabei herauskommen kann, wenn Jugendarbeit und ästhetisch-kreative Schwerpunkte eine wunderbare Verbindung eingehen. Die Studentin, die im dritten Studienjahr „Musikpädagogik und Musikvermittlung in Sozialer Arbeit“ studiert, hatte unter anderem einen Film über ihre Arbeit im Jugendfreizeitzentrum „Oase“ in Velten gedreht. Die Einrichtung befindet sich in Trägerschaft der Stiftung SPI und ist damit Teil des Modellprojektes, welches im September 2015 ins Leben gerufen wurde und im Rahmen dessen das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS) sechs Praxisplätze in Einrichtungen der offenen Jugendarbeit finanziert.

Über dieses Modellprojekt berichtete Prof. Dr. Bernd-Udo Rinas, Mitarbeiter im Referat 25 des Ministeriums, ebenfalls im Rahmen des Workshops. Die gute Nachricht hob er sich bis zum Schluss auf: Das MBJS sei so überzeugt vom Erfolg des Modellprojektes, dass es im nächsten Jahr mit 10 Stellen fortgesetzt werde! Darüber freuen wir uns sehr!

(Prof. Dr. Marion Klein)