University of Applied Sciences

Auf einen Blick:

Sprachpädagogik und Erzählende Künste in Sozialer Arbeit

„Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen neuen Ausblick auf die Welt eröffnet und die Lebensauffassung weitet“

Frank Harris

Sprache ist das wichtigste Kommunikationsmittel des Menschen. Sprache ist in unserer Gesellschaft eine Schlüsselkompetenz. Sprache dient dem Miteinander. Und damit wird die Förderung der Sprachkompetenz zu einer herausragenden Aufgabe in sozialen Handlungsfeldern. Menschen, egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, egal ob mit oder ohne Handicaps, egal ob in einer oder mehreren Sprachen, wollen sprechen, ihre Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken können. Pädagoginnen und Pädagogen sollen Sprache kontinuierlich und kompetent im Alltag fördern können, dafür bieten wir den qualifizierenden dualen Studiengang.

Qualifikationsziel

Sprachpädagog*innen wirken in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern und sind dabei fähig, Sprache, Ausdruck und Kommunikation gezielt, kreativ und kontinuierlich explizit wie implizit zu begleiten und zu fördern. Mit dem Studium erwerben Studierende pädagogische, sprachunterstützende und ästhetisch-kreative Fachqualifikationen.

Künstlerische Ausbildung

Studierende können sich in Vorlesetechniken, Theaterpädagogik, Storytelling, Poetry Slam oder Kreativem Schreiben üben. Dabei können einzelne Methoden und Bereiche zunächst ausprobiert und anschließend vertiefend studiert werden. Ziel ist es, neben dem eigenen künstlerischen Ausdruck, einzelne Methoden auf die individuellen Bedürfnisse der Klientel in sozialen Arbeitsfeldern anpassen zu können. Darüber hinaus erhalten Studierende die Möglichkeit, andere ästhetisch-interdiszipliäre Fachpraxen aus Musik, Bewegung, Tanz, Medien und deren Methoden kennenzulernen.

Fachtheorie

Studierende erwerben Kompetenzen, um individuelle sprach-, lese- und schreibbezogene Bedürfnisse in sozialen und pädagogischen Handlungsfeldern zu erkennen und fachlich fundiert im Alltag zu begleiten, zu bilden und zu fördern. Dabei werden ein- und mehrsprachige Erwerbsprozesse von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen genauso berücksichtigt, wie besondere Begabungen und Handicaps. Neben einem fundierten theoretischen Studium können Gebärdensprache und u. a. Arabisch oder Türkisch erlernt werden.

Handlungsfelder der Sozialen Arbeit und Pädagogik

Studierende werden befähigt, kompetent  und diversitätsbewusst mit Adressat*innen in unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit und der Pädagogik zusammenzuarbeiten. Sie erwerben vertieftes Wissen aus den Disziplinen Soziale Arbeit, Elementarpägagogik und Heilpädagogik sowie Kenntnisse aus den relevanten Bezugswissenschaften (Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie und Politik). Inklusion und Teilhabe bilden dabei Querschnittsthemen. Grundlagen der empirischen Sozialforschung und des Sozialmanagements sowie Rechtsgrundlagen pädagogischer und sozialer Arbeit ergänzen das Curriculum. Es können arbeitsfeldspezifische Schwerpunkte gesetzt werden.

Professionelle Kompetenz

Die Studierenden entwickeln im Laufe ihres Studiums eine berufsbezogene professionelle Haltung. Methoden der Reflexion pädagogischer Prozesse sowie der Selbstreflexion dienen der Entwicklung einer professionell handelnden Persönlichkeit. Ebenso wie die kritische Auseinandersetzung mit den sozialen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen für eine sozial engagierte Arbeit.

Dual Studieren

Zwei Lernorte: Hochschule und soziale oder pädagogische Einrichtung ermöglichen eine enge Verbindung von Theorie und Praxis. Das Studium findet an drei Tagen in der Hochschule und an zwei Tagen in einer selbstgewählten Praxis- bzw. Ausbildungseinrichtung statt. Praxiserfahrungen werden wissenschaftlich reflektiert und Theorie wird in der Praxis erprobt. weitere Infos zum Dualen Studium

Studienverlauf

Das Studium ist auf drei Jahre angelegt. Jedes Studienjahr ist in Trimester gegliedert. Studienbeginn ist jeweils der erste September. Das Wintertrimester endet am 31. Dezember, das anschließende Frühjahrstrimester am 30. April und das Sommertrimester beschleißt das Studienjahr jeweils am 31. August.

Berufsperspektiven

Absolventen*innen dualer Studiengänge sind Akademiker*innen mit dreijähriger Berufspraxis. Sie sind pädagogische Fachkräfte mit einer Spezialisierung auf ästhetische Praxen und kulturelle Bildung in Handlungsfeldern der Elementarpädagogik und der Sozialen Arbeit. Sie arbeiten insbesondere in Kitas, Horten, Schulen, Einrichtungen der teilstätionären und stationären Hilfen zur Erziehung, Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und der offenen Jugendarbeit. Weitere Tätigkeitsfelder sind Einrichtungen der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen und Einrichtungen der Senior*innenarbeit.

Vision

Die Perspektive von Handlungsfeldern Sozialer Arbeit und der Pädagogik liegt in multiprofessionellen Teams. Nicht jede*r kann alles, sondern jede*r bringt sich mit einer individuellen Berufsbiografie, mit Know-how, persönlichen Neigungen und besonderen Fachqulifikationen in ein Team ein, gestaltet den Alltag und stellt sich den komplexen Herausforderungen sozialen und pädagogischen Handelns.

Studiengangsleiterin

Prof. Dr. Annegret Klassert