University of Applied Sciences

Am Freitag, den 22. Januar 2021, fand das erste Online-Meeting des “International Circle Indigenous and Pluriverse Knowledge(s) and Sciences” statt. Indigene und nicht-Indigene Wissenschaftler*innen und Akademiker*innen aus Canada, den USA, Aotearoa-Neuseeland, Zimbabwe und Deutschland trafen sich zu einem ersten Austausch über die Möglichkeit, in einen gemeinsamen Dialog zu treten. Eingeladen hatten Prof. Dr. Karsten Kiewitt (FHCHP), Prof. Dr. Tanja Kleibl (FH Würzburg-Schweinfurt) und Prof. em. Dr. Ronald Lutz.

Als Ziel dieses Dialogs benannte Prof. Dr. Karsten Kiewitt (Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam), den Aufbau gegenseitigen Verstehens und Vertrauens. Der Aufbau eines Dialogs trage dazu bei, globale Dekolonialisierungsprozesse sowie globalen sozialen Wandel voranzutreiben. Dazu gehöre auch der Abbau des Überlegenheitsdenkens in der westlichen Wissenschaft sowie die Öffnung gegenüber Indigenen und pluriversen Weltsichten und Denkweisen und deren Anerkennung als einzigartige Wissenschaftsparadigmen, so Prof. Dr. Kiewitt. Die Teilnehmer*innen berichteten über ihre Erfahrungen und Aktivitäten der Implementierung Indigenen Wissens in Angebote der sekundären und tertiären Bildung. Prof. em. Dr. Wanosts`a7 Lorna Williams (Lilwat Nation, University of Victoria) erläuterte die Wichtigkeit, traditionelles Indigenes Wissen in seiner Bedeutung für Indigene Gemeinschaften und darüber hinaus anzuerkennen. Prof. Dr. Gregory Cajete (Tewa Nation, University of New Mexico) wies auf die Unterschiede von westlichen und Indigenen Denkweisen hin und betonte die Notwendigkeit, Brücken zwischen diesen beiden Paradigmen zu bauen. Alle Teilnehmer*innen brachten ihr Interesse an einem Dialog und ihre Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit zum Ausdruck. Als nächster Schritt wurde das Zusammentragen von Strategien für die Fortsetzung des Dialogs vereinbart. Das nächste Treffen des Kreises ist für das Frühjahr geplant.

 

Prof. Dr. Karsten Kiewitt